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Tag 2: Snowboard-PSL – Lisa Zörweg auf Medaillenkurs gestürzt


Wieder einmal gab es eine Terminkollision zwischen Snowboard und Ski alpin, denn beide wurden für den gleichen Tag, am 14. Dezember 2019 angesetzt, sogar auf die gleiche Startzeit um 10 Uhr. Schade. Es waren auch österreichische Fans dabei, die eigens für die Deaflympics angereist sind. Einige Fans pendelten vom Ski-Austragungsort zum Snowboard-Wettbewerbsort und wieder zurück. Der Weg ist zum Glück nicht so weit, zwischen den beiden Austragungsorten wird etwa eine Viertelstunde benötigt.

Das Wetter war super, ideales Winterwetter, bewölkt, und die Sonne tauchte auch auf, es war nicht so kalt wie gestern, kein Wind, also perfektes Wetter, wie man es sich wünscht. Das war ein perfektes Rennen. Es gab an diesem Tag auch faire Bedingungen für alle Athlet*innen, denn auf der blauen und roten Seite hatte man fast gleiche gute Chancen, trotzdem war die blaue Seite schon leicht im Vorteil.

Der Start begann perfekt für Lisa Zörweg. Sie fuhr ausgezeichnet und fehlerfrei. Da lebte die Chance auf eine Medaille, sogar die Goldmedaille. Im ersten Qualifikations-Lauf erzielte sie die Bestzeit mit 38.51 sec vor der favorisierten Finnin Cecilia Hanhikoski mit 39,03 sec und der Russin Anna Surmilina mit 40,22 sec. Leider hat Zörweg ihren zweiten Quali-Lauf total verhaut, sie hat die sogenannte Bananen-Steckung übersehen und verdrehte sich und musste kurz zurückgehen, hat dann aber den Lauf im Ziel beendet. Laut digitaler Anzeigetafel wurde Zörweg als 9. Platz platziert, das bedeutete, dass sie ausgeschieden war, weil nur die ersten Acht in das Viertelfinale kommen. Die offizielle Ergebnisliste auf Papier ließ lange auf sich warten, da hat sich Zörweg bereits vom Zielgelände in der nahen Jausenstation befunden und genehmigte sich ein Getränk, da sie im Glauben war, dass sie ausgeschieden ist. Plötzlich hat ein aufmerksamer Betreuer das Ergebnis auf einer hinteren Anzeigetafel gesehen, dass sie doch auf dem 8. Platz stand und hat ganz schnell über WhatsApp den anderen Betreuern mitgeteilt, dass sie sich doch qualifiziert hat. Schnell wurde Zörweg von der Jausenstation zurückgeholt und mit dem Skidoo hinaufgeführt, sodass sie rechtzeitig zur Startbase kam. Als Achte der Quali musste sie gegen die Beste des Quali-Laufes, die Finnin Cecilia Hanhikoski, antreten. Das war eine wahrlich schwere Aufgabe. Kurz nach dem Start war Zörweg leicht im Rückstand, konnte im Mittelteil noch aufholen und vier Tore vor dem Ziel lag sie gleichauf bzw. sogar knapp in Führung gegen die Finnin. Dann passierte eine Schrecksekunde und Zörweg stürzte, da sie voll auf Angriff war. Da war die Chance auf die Medaille dahin und sie musste sich im Viertelfinale verabschieden. Für die Zuschauer*innen war diese Partie zwischen Zörweg und Hanhikoski ein Krimi, spannender als ein Krimi-Film.

Bei den Herren schafften Raphael Petr und Wolfgang Gruber den Aufstieg in das Achtelfinale, so wie fast allen anderen männliche Rennläufer. Im Viertelfinale wurde die Paarung ausgerechnet – nach Berechnung der Zeiten – zwischen den beiden Österreichern zugewiesen. Raphael Petr konnte sich gegen Wolfgang Gruber, der sich im oberen Teil verdreht hat, durchsetzen und schaffte den Aufstieg in das Viertelfinale. Jedoch im Viertelfinale war für Petr Endstation, da er gegen den besten Snowboarder aus Russland antrat und gegen diesen nicht den Funken eine Chance hatte.

Siehe Video:

Weitere Bilder siehe: Fotos

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